Ich betreibe eine kleine Bäckerei in der Altstadt. Seit zehn Jahren backe ich Brötchen, Brote und Kuchen – oft zehn Stunden am Tag. Die Arbeit ist hart. Aber das habe ich erst richtig gemerkt, als mein Rücken anfing zu streiken. Meine Hände schmerzten, die Schultern waren verspannt. Ich dachte, das gehöre zum Handwerk dazu. Bis ich einen Kunden traf, der mir von einem digitalen Angebot erzählte: Physos. Das ist eine Plattform, die physiotherapeutische Übungen und Beratung online anbietet. Ich war skeptisch, aber ich probierte es aus. Heute nutze ich es regelmäßig – und mein Team auch.

Was im Bäckereialltag auf den Körper wirkt

Viele Leute denken, Bäcker stehen nur an der Kasse. Die Realität sieht anders aus. Wir heben schwere Mehlsäcke, wir kneten Teig, wir schieben Bleche in heiße Öfen. Jede Bewegung wiederholt sich hunderte Male pro Schicht. Die klassischen Problemzonen sind der untere Rücken, die Handgelenke und die Nackenmuskulatur.

Ich habe angefangen, die Beschwerden meiner Mitarbeiter zu notieren. Es waren immer die gleichen Stellen:

  • Schmerzen im Lendenwirbelbereich nach dem Tragen von 25-Kilo-Säcken
  • Taubheitsgefühl in den Fingern nach stundenlangem Formen von Brötchen
  • Verspannungen zwischen den Schulterblättern durch ständiges Beugen über die Arbeitsfläche

Diese Liste ließe sich leicht verlängern. Aber ich merkte: Ohne gezielte Gegenmaßnahmen wird das nicht besser. Deshalb suchte ich nach einer Lösung, die in den Arbeitsalltag passt und nicht noch mehr Zeit frisst.

Warum ich bei Physos gelandet bin

Anfangs habe ich mir selbst Übungen aus dem Internet zusammengesucht. Das war chaotisch. Manche Übungen halfen, andere taten sogar weh. Ein Physiotherapeut vor Ort meinte, ich solle mir lieber eine individuelle Anleitung holen. Aber jeden Termin mit fünf Mitarbeitern zu koordinieren – das war unmöglich.

Dann stieß ich auf Physos. Die Seite bietet Übungsprogramme, die genau auf bestimmte Berufsgruppen zugeschnitten sind. Ich konnte das Angebot mit meinem Team durchgehen, ohne extra zahlen zu müssen. Die Übungen sind in kurzen Videos erklärt, die man direkt auf dem Smartphone abspielen kann. Jeder von uns macht morgens vor der Schicht fünf Minuten Dehnungen. Das klingt wenig, aber die Wirkung ist spürbar.

Der größte Vorteil: Ich muss keinen Therapeuten engagieren, der in die Backstube kommt. Die Anleitung ist immer verfügbar, und wir können sie genau dann nutzen, wenn es passt.

Drei konkrete Maßnahmen, die bei uns funktionieren

Nach ein paar Wochen mit Physos haben wir drei feste Routinen eingeführt:

  • Morgendliche Mobilisation: Fünf Minuten lockeres Kreisen der Arme und des Oberkörpers, bevor die erste Charge in den Ofen kommt.
  • Mikropausen: Nach jeder Stunde Arbeit – egal wie voll der Laden ist – drei Sekunden bewusst aufrichten und die Schultern fallen lassen.
  • Hebetechnik-Check: Einmal pro Woche schauen wir uns gemeinsam an, wie wir die schweren Lasten anheben. Knie beugen, Rücken gerade, Last nah am Körper. Das üben wir mit einem leeren Sack, bis es sitzt.

Das sind keine revolutionären Ideen. Aber sie sind einfach umsetzbar. Ich bin überzeugt: Kleine Änderungen im Alltag wirken besser als teure Spezialgeräte, die dann in der Ecke verstauben.

Bis heute habe ich nicht alle Schmerzen los. Aber ich kann wieder schmerzfrei arbeiten. Auch meine Angestellten kommen seltener krank. Und das Beste: Wir reden offen über Belastungen. Früher hat sich jeder allein durchgebissen. Heute wissen wir: Wer seinen Körper pflegt, backt länger und besser – und das ist gut fürs Geschäft.